Das Endspiel beginnt, wenn beide Damen vom Brett sind oder alle anderen Figuren (außer Bauern) weg sind.
Eine Figur oder auch zwei Figuren greifen zwei gegnerische Figuren gleichzeitig an, so dass auf jeden Fall eine der beiden geschlagen werden kann. Ein Spezialfall ist die Gabel, oft durch einen Springer.
Der König wird auf der eigenen Grundreihe durch eine Dame oder einen Turm Matt gesetzt. Das ist z.B. möglich, wenn er hinter einer Reihe Bauern steht oder der Gegner die Felder vor dem König anderweitig kontrolliert.
Der König ist von eigenen Figuren umgeben, so dass er sich nicht wegbewegen kann. Der Gegner bietet Schach mit einem Springer, der nicht zu schlagen ist. Falls vor dem König Bauern sind, muss man diese evtl. fesseln, damit ein Schlagen nicht möglich ist.
Matt setzen mit Hilfe von zwei Läufern, die jeweils über kreuz den König angreifen bzw. einsperren. Dem Matt geht oft ein Damenopfer voraus, um störende Figuren zu entfernen.
Wenn der König hinter einer Bauernreihe steht kann diese durch ein Opfer auf F3 bzw. F6 auseinandergebrochen und anschließend von einem Turm und einem Läufer genutzt werden, den König Matt zu setzen.
Opfer der Dame, um den König auf ein Feld zu locken, dann wird mit einem Turm und einer Leichtfigur Doppelschach geboten. Doppelschach bedeutet, dass nur noch der König ziehen kann, weil man nicht mit einer Figur beide Schach Gebote blockieren oder beide Schach gebenden Figuren schlagen kann. Der König zieht z.B. zurück und der Turm kann auf das Feld ziehen, auf dem der König vorher gestanden hat.
Der König wird mit dem Springer eingeschränkt, dann stellen Turm oder Dame Matt. Je nach Situation muss eventuell zuvor ein Turm oder die Dame geopfert werden.
Matt setzen mit drei Leichtfiguren, zwei Läufer und ein Springer. Vorgelagert ist meist ein Damenopfer. Die Läufer dominieren zwei benachbarte Diagonale, der Springer engt den König ein und deckt ein Feld um ihn Matt zu setzen.
Klassisches Endspielmatt mit einem Turm und einem Springer, der den Turm direkt neben dem König deckt. Im Mittelspiel oft mit einem Damenopfer oder einem anderen Opfer verbunden, um die Linie frei zu bekommen bzw. den Springer zu platzieren.
Wieder mit Damenopfer wie beim Reti-Matt, dann jedoch Matt mit Springer und Läufer. Dabei dominiert der Läufer die Diagonale vor dem König und der Springer bietet Schach-Matt.
Matt setzen mit der Dame, die von einem Bauern gedeckt ist. Dem geht meist ein Turmopfer voraus. In der Variante mit einem Läufer zur Deckung der Dame, nennt man die Stellung Damiano Matt.
| Figur | König | Dame | Turm | Läufer | Springer (Pferd) | Bauer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Englisch | King | Queen | Rook | Bishop | Knight | Pawn |
| Kürzel (Punkte) | K / K (∞) | D / Q (9) | T / R (5) | L / B (3) | S / K (3) | – (1) |
Der König steht auf dem Königsflügel: Seite auf der der König zu Begin steht, also rechts.
Wenn zwei Könige voreinander mit 1 Feld Abstand stehen, nennt man das Opposition
Die Dame kann wie keine andere Figur Mehrfachangriffe machen. Wenn eine der angegriffenen Figuren dabei der König ist, wird der Angriff noch mächtiger. Die Dame kann in der Endphase genutzt werden, um eine aussichtslose Partie noch ins Remis zu zwingen.
Beim Matt setzen mit der Dame wird der gegnerische König zunächst im „Springerabstand“ an den Rand gedrängt, bevor man ihn Matt setzen kann.
Der Turm liebt offene oder Halboffene Linien. Offene Linie sind solche, auf denen kein Bauer steht, halboffene sind Linien mit nur einem gegnerischen Bauern. Am stärksten ist natürlich eine Dopplung mit dem zweiten Turm oder der Dame.
Läufer sind am besten in offenen Stellung, wenn die eigenen Bauern nicht die Felder blockieren. Man kann einen Läufer sogar in drei Bauern auf andersfarbigen Feldern einschließen, das nennt man Fianchetto. Im Angriff wird der Läufer oft zur Deckung der Dame genutzt.
Auch der Springer kann (wie die Dame) einen Mehrfachangriff machen, das nennt man eine Gabel. Er fühlt sich in geschlossenen Stellungen wohl, durch seine Sprungkraft kann er damit gut umgehen.
Den König treiben kann man nur mit Hilfe z.B. des Königs weil die Läufer immer zwei Felder auf einer Reihe nicht abdecken können und man mit der weiteren Figur eines der Felder angreifen muss. Immer dran denken, nicht Patt zu setzen!
Es gibt verschiedene Bezeichnungen für Bauerstellungen:
G3 & G4: Zwei Bauern auf der gleichen LinieA3-B4-C5: Sich gegenseitig deckende BauernA3: Letzter Bauern in der Kette, hat keine Deckung und wird auch als Basis bezeichnetE4: Hat vor sich und auf den beiden Linien neben sich keinen Gegnerischen Bauern, kann also unbehelligt zur gegnerischen Grundreihe ziehenE4: Hat keine Unterstützenden Bauern auf den beiden Linien neben sichAuch Bauern können Gabeln herstellen.